Pfeifenklub Biel

Wo sonst als in der Bieler Altstadt könnte der Pfeifenclub sein? Abseits von Lärm, Hektik und den Blechlawinen, die sich mitten durch die Innenstadt schlängeln und die Altstadt einerseits zwar vom restlichen Teil der Stadt abnabeln, anderseits dafür in eine ruhige Oase betten. Die Altstadt, ja sie ist sozusagen Biels Herzstück. Und braucht es nicht gerade Herz zum Pfeifenrauchen?

Hier also hat der Pfeifenclub Biel sein Lokal an der Untergasse 21.
Hier lässt es sich gut Pfeifenrauchen. In einem ursprünglichen Klosterhaus mit prächtigen Erkern, wo das bekannte Bieler Restaurant St. Gervais seinen Sitz hat, hier befindet sich das Lokal des Pfeifenclubs Biel, den wir stellvertretend für alle Clubs der Schweiz vorstellen. Er feiert dieses Jahr sein 38jähriges Bestehen. Jeden ersten Dienstag im Monat treffen sich die Mitglieder regelmässig im Dachgeschoss ihrem Hobby zu frönen. In vielen freiwilligen Stunden haben die 40 Aktivmitglieder hier ein wahres Pfeifenrefugium, ja ein Museum geschaffen. Der grosse Raum im Dachgeschoss strahlt Gemütlichkeit und Romantik aus. Ruhe, Stille, Freundschaften. Ziel der Begegnungen ist nicht nur die Förderung und Lehre des Pfeifenrauchens und diese Kunst bekannt zu machen, sondern zweifellos die Pflege von Freundschaften. Mit grosser Sympathie und Respekt begegnen sich denn auch die Mitglieder, die mittlerweile nicht nur Freunde wegen den Pfeifenrauchen sind. Was sind dies für Menschen, die dem Verein beiwohnen?
René Bellini, Ehrenpräsident des Pfeifenclubs Biel, gibt gerne Auskunft.

Es sind Menschen aus allen gesellschaftlichen Schichten und mit den verschiedensten Berufen wie Techniker, Ingenieure, Uhrmacher oder Kaufmänner. Auch Frauen gehören dem Club an. Eines haben sie fast alle gemeinsam: Sie sind Geniesser, lieben in der Regel auch das Kulinarische, überhaupt das Leben. Es sind Leute, die in der Ruhe sich selbst sind, ihre Lebensphilosophie liegt fern der Hektik und dem Stress, es sind Menschen, die Zeit haben, ja bei denen die Zeit stehen bleibt. Denn das Rauchen einer Pfeife erfordert Zeit und Musse, Attribute, die in unserer schnelllebigen Welt etwas seltener geworden sind. Pfeifenraucher sind denn auch glückliche Raucher. Beim Rauchen lassen sie ihren Gedanken freien Lauf, ohne sie auszusprechen.      Eine Kunst.


Der Klub ist im obersten Stock untergebracht

Eine Pfeife geniesst man in aller Stille. Das bemerkt man bereits, wenn man einen Pfeifenraucher beobachtet. Die Zeremonie beim Anzünden der Pfeife, die kleinen Rauchwölkchen, de Duft des Tabaks, des Lieblingstabaks und, schliesslich die Pfeife selbst, die exklusive Pfeife, die Gelegenheitspfeife oder die Pfeife für jeden Tag. All diese Dinge erheben das Pfeifenrauchen zu einer Kunst, die dem, der das Geheimnis kennt, höchsten Genuss verspricht. Deshalb gibt es in fast allen Ländern der Welt internationale Raucherclubs, die sich der Pflege dieser sehr kultivierten Form des Rauchens verschrieben haben.

René Bellini, Alphonse Rebetez und Rudolf Lanz sind die Gründer des Pfeifenclubs Biel im Jahr 1973. Alle Mitglieder reisen auch sehr gerne und dank dem Wettrauchen waren Sie in Japan, England, Dänemark, Spanien, Frankreich, Deutschland, Ungarn, Russland, Portugal und Italien. Die vielen nationalen und internationalen Aktivitäten des Pfeifenclubs Biel sind grösstenteils René Bellini Engagement zu verdanken. Sein organisatorisches Flair und das grosszügige Klublokal sind Grund genug, alle Jahre die Delegiertenversammlung des Schweizer Pipe Clubs in der Seeländermetropole durchzuführen.